Ambulante und stationäre Operationen

Moderne Operationsmethoden im Fachbereich der Orthopädie ermöglichten in den letzten Jahren eine zunehmend größere Zahl von ambulanten Eingriffen. Diese Techniken werden von uns durchgeführt, sind minimal invasiv, führen zu kleinen Narbenbildungen, erzielen eine schnellere Heilung und leisten durch frühe Belastbarkeit und frühe Beweglichkeit auch einen Dienst für kürzere Ausfallzeiten im beruflichen Leben.

Ein weiterer Vorteil der ambulanten Operationen ist, dass von der Diagnosestellung bis zur operativen Nachbehandlung alles in einer Hand liegt, das heisst, der Operateur betreut den Patienten von Anfang bis Ende selbst. Im postoperativen Zeitraum ist der Patient durch einen Notdienst über Mobiltelefon abgesichert, weiterhin besteht auch die Möglichkeit, eine Klinik-Ambulanz im Notfall aufzusuchen.

Bestimmte Kriterien müssen jedoch erfüllt werden, um eine ambulante Operation durchführen zu können. Liegen Gründe vor, die zur Entscheidung einer stationären Behandlung führen, ist trotzdem gewährleistet, dass der Ihnen bekannte Arzt auch Operateur ist. Nach der Operation kann der Patient einige Tage in einer Klinik verweilen.

Unsere ambulanten Operationen werden in der Tagesklinik München-Nord (Ambulantes Operationszentrum) durchgeführt. Dieses Zentrum besteht seit 1991 und wird von den Anästhesisten Dr. Kratzer / Dr. Scherbaum geführt (Homepage). Seit einiger Zeit besteht auch die Möglichkeit, nach dem Eingriff ein oder zwei Nächte in der Tagesklinik zu verbleiben. Die erfordert eine direkte Absprache mit der Tagesklinik.

Patienten, die in unsere Praxis kommen und eine Operation wünschen, werden von Dr. Stahl operiert. Seine operativen Erfahrungen begannen im Jahre 1985, Weiterbildungen während Hospitationen in den USA (Dr. Steadman, Dr. Snyder, Dr. Ellman), der Schweiz (Prof. Gächter), Österreich (Prof. Benedetto) und bei erfahrenen Operateuren in Deutschland erlauben ihm, modernste Operationsmethoden sowohl für den Leistungs- als auch für den Hobbysportler anzubieten.

 

Das Spektrum der Operationen:

Gelenkoperationen: Weitere Operationen:

Kniegelenk                Weichteiloperationen
Sprunggelenk           Knöcherne Operationen
Schultergelenk
Ellenbogengelenk
Handgelenk

 

Gelenkoperationen:

Kniegelenk

Die Operationen am Kniegelenk beziehen sich häufig auf Meniskusschäden. Deren Symptome sind: Gelenkschmerzen, Einklemmungen oder Schwellungen im Knie. Ursächlich kommen aber auch andere Strukturen in Frage: - Schleimhautfalten (Plica) oder freie Gelenkkörper. Die jeweils beschädigten Strukturen werden während der Operation reseziert. Bei Gelenkverschleiss (Arthrose) werden gelockerte oder abgelöste Knorpelteile entfernt und Knorpelstufen geglättet. Unter bestimmten Bedingungen kann auch eine Defektheilung erfolgen mittels Mikrofrakturierung, oder es muss eine spezielle Knorpelbehandlung mit Transplantation oder Knorpelzüchtung durchgeführt werden. Der Schwerpunkt der Knieoperationen ist die Kreuzbandoperation mit Sehnenersatz und Schrauben- oder Klammerfixierung. Auch hier wird in der Regel eine volle Sportfähigkeit nach der Operation erreicht.  

Sprunggelenk

Die orthopädische Behandlung erfolgt hier oft nach Distorsionen (Umknicken). Früher therapierte man diese Bandverletzungen oft operativ, in den letzten Jahren wurde hier aber häufiger nicht operativ behandelt. Gelegentlich stellen sich jedoch später Behinderungen, Schmerzen und Einklemmungen ein, die durch Vernarbungen im Bereich der gerissenen Bandanteile bedingt sind, auch abgelöste Knorpel- oder Knochenteile können hier ursächlich sein (Impingement). Nach Entfernung der Behinderung ist in der Regel die Sportfähigkeit wieder hergestellt. Die Knorpelbehandlung im Sprunggelenk entspricht der Behandlung am Kniegelenk (s. dort).  

Schultergelenk

Operativ therapiert werden Kalkdepots in den Schultersehnen, Einklemmungen durch Vernarbungen (Impingement), abgesprengte Gelenkanteile nach Unfällen im Schultergelenk, Schmerzen durch Schleimbeutelentzündungen, Sehnenrisse an der Rotatoren- manschette oder Bizepssehne.

Ellenbogengelenk

Hier führen hauptsächlich schmerzhafte Bewegungseinschränkungen durch freie Gelenkkörper den Patienten zur arthroskopischen Operation. Begleitend werden mögliche Schleimhautüberreaktionen oder arthrotische Veränderungen mittherapiert.

Handgelenk

Bewegungsschmerzen nach Verletzungen können in einer Läsion des Discus triangulares, einer "Bandscheibe" des Handgelenks ihre Ursache haben. Dieser Discus kann, ähnlich eines Meniskus oder einer Bandscheibe operativ teilreseziert werden.
Die weiteren operativen Therapiemöglichkeiten beziehen sich auf Weichteil- und Knochen-Operationen (siehe unten).



Weitere Operationen

* außerhalb der oben beschriebenen Gelenke

Weichteil-Operationen:

Genannt seien die Achillessehnennaht nach frischer oder veralteter Ruptur, Peronealsehnenluxationen, Nervenentlastungsoperationen bei Karpaltunnel- oder Tarsaltunnelsyndrom, Resektionen der DUPUYTREN'schen Verwachsungen an der Hand, Ringbandoperationen beim schnellenden Finger.

Knöcherne Operationen:

Bei Fehlstellungen der Zehen oder arthrotischen Missbildungen an den Zehen führen wir hier korrigierende Operationen durch. Die Frakturbehandlung an Hand, Unterarm, Sprunggelenk und Fuß gehören ebenso zu unserem Leistungsspektrum.

 

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