Die häufigsten Schmerzen am Bewegungssystem werden von der Muskulatur selbst verursacht. Demgegenüber machen Ärzte und Patienten meistens immer noch Gelenke und Wirbelsäule mitsamt den Bandscheiben für die Beschwerden verantwortlich. Die moderne Forschung findet allerdings immer mehr Hinweise darauf, dass der wahre Urheber dieser vielfältigen und häufig chronischen Schmerzen  bestimmte Muskelareale sind. Diese muskulären Störungen sind allerdings nicht einfach zu diagnostizieren. Auch moderne bildgebende Verfahren wie Röntgen, Sonographie, Computer- und Kernspintomographie sind dazu nicht in der Lage. Grund dafür: die Muskulatur selbst ist nicht defekt oder irreparabel geschädigt. Bei derartigen Muskelschmerzen findet man in den Muskelfasern lediglich kleine Verhärtungen, Knoten, auch Triggerpunkte genannt, die sich kaum von „normalen“ Muskelverspannungen unterscheiden. Im Gegensatz zu diesen haben sie allerdings die unangenehme Fähigkeit, Schmerzen zu generieren und diese auch noch in weit entfernte Körperbereiche zu übertragen. Man spricht in diesem Zusammenhang von Schmerzprojektion, von Übertragungsschmerzen.

Diese Muskelschmerzen und seine Triggerpunkte  werden also nicht am Entstehungsort empfunden – beispielsweise am Rücken – sondern an Armen und Händen, Beinen und Füßen oder auch im Kopfbereich. Der bekannte Spannungskopfschmerz ist das Paradebeispiel für einen fortgeleiteten Muskelschmerz. Er entsteht im Bereich der Nackenmuskulatur und strahlt meistens in den Hinterkopf aus. Diese Schmerzen sind oft ausgesprochen quälend und nahezu unerträglich. Hinzu kommt, dass sie nur schlecht auf die üblichen Schmerzmittel ansprechen. Dieses Phänomen ist fast beweisend für die muskuläre Natur der Beschwerden, da Schmerzen ausgehend von Gelenken, der Wirbelsäule oder den Bandscheiben in der Regel durch die typischen entzündungshemmende Medikamente (z.B. Voltaren oder Ibuprofen) gut behandelt werden können. Aber selbst wenn eine Gelenkarthrose, ein Bandscheibenvorfall oder ein Wirbelsäulenverschleiss zu Recht diagnostiziert wird, bestehen immer zusätzlich auch derartige Funktionsstörungen der Muskulatur. Schließlich werden Gelenke und Wirbelsäule ja muskulär bewegt, und eine gravierende verschleißbedingte Störung des Bewegungsablaufes wirkt sich immer auch auf die Muskulatur aus. Aus diesem Grunde sind Massagen und krankengymnastische Übungsbehandlungen häufig schmerzlindernd – allerdings bei Muskelschmerzen vielfach nicht dauerhaft. Auch liegen diese Muskelknoten, die Triggerpunkte, oftmals in so tiefen Muskelarealen, dass sie mit den Händen nicht mehr ertastet werden können.

Muskelschmerzen behandeln

Zur Diagnostik von Muskelschmerzen sind bestimmte Kenntnisse über ihre Lokalisation und viel manualtherapeutische Erfahrung notwendig. Dr. Opitz ist seit vielen Jahren ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet. Zur Diagnostik von Muskelschmerzen stehen ihm moderne  technische Hilfsmittel in Form von Laser- und Stoßwellentechnik und  zur Verfügung. Zur Therapie setzt er darüber hinaus spezielle Spritzen- und Akupunkturtechniken ein. Therapeutisch wirksam sind außerdem Stosswellenbehandlungen sowie osteopathische Verfahren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Muskelschmerzen dieser Art außerordentlich wichtig und derart häufig sind, dass sicher jeder von uns sie mindestens einmal erlebt.