Verletzungen und Verschleißerscheinungen am menschlichen Gelenkknorpel konnten vor ca. 20 Jahren meist nur operativ behandelt werden. Diese Therapie war zur damaligen Zeit relativ erfolgreich. Neuartige konservative, nicht-operative Verfahren wie die moderne Knorpeltherapie hielten erst in den letzten 10 Jahren Einzug in das therapeutische Konzept.

Die operative Knorpeltherapie

Die operativen Verfahren der Knorpeltherapie umfassen das Glätten und bei Bedarf auch Anbohren der verletzten Knorpelstrukturen im Gelenk. Die lockeren Ränder um den Defekt werden geglättet, abgelöste Knorpelteile werden entfernt.

Weitere Verfahren ergänzen das therapeutische Spektrum. Die Transplantation von Knochen-Knorpelzylindern aus unbelasteten Gelenkanteilen in die Defektstellen oder auch die Züchtung von knorpeleigenen Zellen und deren Einbringen in die beschädigten Areale sind Methoden der modernen operativen Knorpeltherapie.

Die nicht-operative Knorpeltherapie

Um nach Operationen am Gelenkknorpel die Ernährung und den Stoffwechsel der heilenden Zellen zu unterstützen, wurden weitere nicht-operative Verfahren entwickelt.

Die technisch-synthetische Herstellung der Knorpelgrundsubstanz Hyaluronsäure ermöglicht den Einsatz des Stoffes bei Knorpelschäden mittels Injektion ins Gelenk.

Durch die Injektionen wird die körpereigene Hyaluronsäureproduktion - die "Ernährung" des geschädigten, geschwächten Knorpels - sowie dessen Gleitfähigkeit verbessert. Wiederholungsinjektionen können nach 6 – 12 Monaten durchgeführt werden. Die gängigen Präparate erfordern eine fünfmalige Anwendung im Abstand von jeweils einer Woche. Leichte sportliche Belastungen während der Injektionsserie sind nach Rücksprache mit Ihrem Arzt möglich.

Die guten Erfahrungen mit dieser Substanz bestätigten sich auch bei ihrer Anwendung ohne Operation. Nicht jeder Knorpelschaden muss operiert werden. Die Injektionskur ohne vorherige Operation ist in vielen Fällen das Mittel der Wahl. Auch im Leistungssport kommen die Hyaluronsäure-Präparate häufig als Basis der modernen Knorpeltherapie zur Anwendung, oft auch zur Vorbeugung bei zu erwartender, hoher Gelenkbelastung, auch um Spätschäden zu minimieren.

Medikamentöse Therapie in Tabletten-, Kapsel- oder Pulverform stellen eine weitere Möglichkeit dar, dem Knorpel zusätzlich zu helfen. Hier sind die Inhaltsstoffe Glucosamin und Chondroitinsulfat relevant.

Ein weiterer wichtiger Baustein der modernen Knorpeltherapie stellt die pulsierende Stromtherapie (PST) dar.

Vereinbaren Sie einen Termin bei Dr. Opitz / Dr. Stahl in München, wenn Sie mehr über die moderne Knorpeltherapie erfahren möchten.